Der Senter Herbstmarkt hatte die Oktobersonne angelockt, die Morgenwolken verjagt. Frau Randulina war begeistert. Nun musste sie keinen dicken Mantel über das goldschimmernde Seidentaft- Kleid ziehen, sie konnte es pur ausführen wie ihren geliebten Dalmatiner. Das Besorgen der Engadiner Nusstorte, die ihrem Gemahl dermaßen mundete, würde genau zu dem strahlenden Auftritt werden, der ihr gefiel. Ab und an wunderte sie sich, dass der Herr Gemahl doch solch erlesenen Geschmack bewies, die Liebe zur Engadiner Nusstorte rechnete sie dazu und die Liebe zu ihr selbst auch. Gut, dachte sie, solange das so blieb, sollte er ruhig mit seiner Laubsäge das Holz bearbeiten, das er im Wald schlug, immerhin entstanden hübsche Dinge daraus. Und ihrethalben konnte er auch die unförmigen schwarzen Boxhandschuhe über seine breiten Hände ziehen und den Boxsack bearbeiten, solange er die Fäuste nicht woanders hin richtete. Obwohl, manchmal fragte sie sich schon hinter ihrer reizenden Stirn, warum er dieses Boxen überhaupt nötig hatte. Ach, sei’s drum, sie wollte sich jetzt keinesfalls das Köpfchen zerbrechen, sondern ihren perfekt getupften Dalmatiner und ihr goldenes Seidentaft-Strahlen ausführen.
(die fünf Wörter, die am 3.Oktober aus dem Stegreif in einem kleinen, improvisierten Text unterzubringen waren, lauteten: Dalmatiner, Seidentaft, Laubsäge, Engadiner Nusstorte, Boxhandschuh)

