Morgestraich

Ach, ich sehe, der Himmel hat sich auch beteiligt am Laternen-Spiel oder warum sonst hätte er frühmorgens so erröten sollen (ich schwöre: die Sonne war es nicht!)? Dabei war der „magische Moment“ schon vorüber, als gemäß Lichtlöschplan (steht wirklich so geschrieben) in der gesamten Basler Innenstadt, also im Klein- und im Großbasel, alle Lichter erloschen waren, damit Schlag 4 Uhr sämtliche Cliquen gleichzeitig pfeifend und trommelnd ein- und denselben Marsch „Morgestraich“ anstimmen und mit Kopf- und Zuglaternen „Vorwärts- Maaarsch“ gehen und leuchten können. Und ich war zwar nahe, aber wieder nicht direkt vor Ort  – immerhin empfing mich beim Büroaufstellerausflug Franz Marcs Gemälde „Der Traum“ und zur Himmelslaterne gabs ein frühlingshaftes Pfeifkonzert der „Vögelheit“ (erstaunliche Wortschöpfung des Purzels, der seinem Purzelsein entwächst). Einmal aber habe ich den magischen Moment mitgelebt in der Menge der Zuschauer und sogar einen Platz ergattert zur obligatorischen Stärkung mit Mehlsuppe am sehr frühen Morgen, das ist allerdings Jahrzehnte her, aus der knapp eine Stunde entfernten Studienstadt war ich angereist. Ein Basler Mädchen durfte erst heiraten, wenn es Mehlsuppe kochen konnte, sagt mir Wikipedia, die Mehlsuppentradition der Region reicht bis zu den Römern zurück, die die einfache Speise bereits in ihrer Kolonie Augusta Raurica (Colonia Augusta Rauricorum; 10 km östlich von Basel, am Rhein) zubereiteten.

(Rezepte für Basler Mehlsuppe finden sich von verschiedenen Anbietern, mit oder ohne Film, im Internet)

Noch Winter 2

Noch Winter – allerdings wohl nicht mehr lange. Die Basler Fasnacht wird ihn vertreiben. Die SRF Meteo App sagt für die drei scheenschte Dääg sehr milde Temperaturen voraus, dazu verspricht sie für den Dienstag und Mittwoch ein Blauwerden  – nicht der Fasnächtler, sondern des Himmels. Prognostiziert wird, dass die diesjährige Fasnacht es ins Topranking der wärmsten Fasnachten schafft, seit es in Basel Wetteraufzeichnungen gibt. Genaueres kann man der Tabelle entnehmen, die exakte Höchstwerte der Fasnachtstemperaturen auflistet. Demnach läge die diesjährige Fasnacht punktgleich mit der vom März 1919, auf Platz eins rangiert diejenige vom März 2003. Wie dem auch sei und werden mag, auf jeden Fall laufen Vorbereitungen und Cliquen auf Hochtouren, und so komme ich heute selbst in den Langen Erlen kaum mit dem Rad an der Formation vorbei, die im Rhythmus ihrer Trommelschlägel durch den Wald schreitet. Das Pfeifen hingegen übernehmen die Vögel, die in ihren Verlautbarungen hörbar Richtung Frühling unterwegs sind. „Blyyb verspiilt!“, das Motto inspirierte den Blaggedde– Künstler Orlando in diesem Jahr, auf der Webseite des Fasnachts-Comité heißt es dazu: „In einer Welt voller Unsicherheiten bietet die Fasnacht einen Rahmen, um mit Leichtigkeit, Schalk und kindlicher Freude ein farbiges, kreatives Fest zu feiern, so wie es sonst nur Kinder vermögen.“ Da will auch der eher nicht pfeifende, wohl aber trötende Trommler auf dem Balkon des Bankgebäudes dabei sein.

Und dann sehe ich noch welche, die dem Frühling entgegenschreiten:

Tagundnachtgleiche.

Schau an, die Märzenbecher

machen sich bereit!

(Basler Fasnacht [2026] | Daten, Programm & Geschichte | basel.com https://share.google/Xuf7UoblRZPPeUXBb )

(Die offizielle Seite zur Basler Fasnacht | Fasnachts-Comité Basel https://share.google/HSHiLRPrpo05BBuTh )

Isola San Giulio 2

Das gerahmte Schwarz-Weiß-Foto der Isola San Giulio (Ortasee, Piemont) hing in meinem Elternhaus über der Telefonablage in der Diele. Auf der an der Wand angebrachten Ablage stand das beige Telefon, erst noch mit Wählscheibe, später hatte es eine Tastatur, immer aber eine lange Schnur, so dass man es von der Ablage nehmen und sich damit ein Stück entfernt auch hinsetzen konnte. Oft saß dann vor allem die Mutter auf dem einfachen, dicken Teppich in der Diele mit dem Telefon im Schoß, die Beine ausgestreckt, so milderte sie ihre Müdigkeit. Sie war als Gesprächspartnerin im Dorf und darüber hinaus sehr gefragt, nicht nur am Telefon und nicht nur als Frau des Bürgermeisters. Der Blick auf die Isola San Giulio war der Blick auf einen Sehnsuchts- und Familienort und ein Blick in frühe Zeiten. Bereits als Verlobte war sie mit dem Vater auf der Mauer des Sacro Monte gesessen im grünen 50er-Jahre Sommerkleid, hatte auf die Isola, den See und die dahinter liegenden Hügel geschaut. Auch ihre Eltern waren dabei gewesen, auf einem vom Verlobten aufgenommenen Foto stehen Eltern und Tochter glückselig auf dem Treppenbalkon des Rathauses von Orta. Die Isola San Giulio blieb ein Familienort, über viele Jahre traf sich dort die Großfamilie in wechselnder Zusammensetzung und zu wechselnden Zeiten, auch im noch kühlen Frühjahr, das dennoch den Süden versprach. Der Fährmann Mario schipperte Kleine und Große von Orta aus hinüber zur Insel und holte sie auch wieder, wenn Abschied genommen werden musste. Ich weiß noch, dass ich als Kind immer das Gefühl hatte, die Insel gehöre uns, auf jeden Fall gehörte sie zu uns. Die Großeltern blieben meist länger, viele Wochen, auch die Schreibmaschine des Großvaters wohnte dann auf San Giulio.

Das gerahmte Schwarzweiß-Foto habe ich in eine Vitrine des Raumes gestellt, den ich beginne, mein Schreibzimmer zu nennen. Auf meiner inneren Liste steht: Orta, Sacro Monte, Isola San Giulio in Farbe vor Ort erleben!

(siehe auch Blogeinträge vom 28.Februar und 17.März 2025)

Römische Freuden 9

(römische Freuden 1-8 siehe Blogeinträge vom 20.01.,21.01.,27.01.,30.01.,03.02.,06.02.,11.02.,16.02.)

…, und eine Woche später war sie wieder in den Vatikanischen Museen unterwegs gewesen, die ungeheure Ansammlung von Kunst und Kostbarkeiten aller Zeiten hatte sie fast wirr gemacht und in ihr den Wunsch geweckt, in jedem Saal möge nur eine Skulptur stehen oder nur ein Bild hängen, damit jedes einzelne Kunstwerk seine Schönheit und Besonderheit ungestört darbringen könne,

und sie hatte sich gefragt, warum die alten Ägypter die Leiber der Verstorbenen so haltbar gemacht hatten, die Mumien in ihren Sarkophagen waren ihr arm vorgekommen und hatten sie an nasse, zertretene Blätter und gar nicht mehr an Menschen erinnert, mit anderen Leben aber hatte sie sich wundersam verbunden gefühlt,

verbunden, obwohl sie diese Leben nicht kannte, hatten doch die Künstler Hand an das Original gelegt, vor dem sie nun stand und die Leben kamen ihr nahe im Werk, etwas, das ihr Reproduktionen nicht schenkten, wie sie notiert hatte,

die Büste des Julius Cäsar oder des Perikles, die Laokoon-Gruppe waren ihr zuvor nur in Schulbüchern begegnet, jetzt erlebte sie Nähe, auch bei den von Raffael und seinen Schülern ausgemalten Stanzen, beim Abguss von Rodins Denker, bei den Lesenden Mönchen von Barlach, die ihr so ausdrucksstark erschienen waren in ihrer Einfachheit,

und sie hatte versucht, sich Hintergründe zu erarbeiten, die ihr fehlten, mit Stützers Römischer Kunstgeschichte, aber sie wollte gar nicht beflissen gebildet sein, oder so tun müssen, als sei sie beflissen gebildet, auch wenn sie gerne stöberte in der Libreria Herder an der Piazza Montecitorio, lieber las sie in ‚Engelsbrücke-Römische Betrachtungen‘ von Marie Luise Kaschnitz, das die Mutter ihr geschickt hatte,

und unterhielt sich mit den Waschfrauen und Büglerinnen im Keller der Casa beim Mangeln der Wäsche oder mit Anna aus Napoli beim Präparieren eingelegter Peperoni, buk mit der munteren J. und der trägen S. ein Lebkuchenhaus, flocht mit den Diakonissen tannenduftende Kränze für den Adventsbazar der deutschen evangelischen Kirche, ging mit der Südtirolerin Maria zur feierlichen Christmette im Petersdom,

wo Papst Paul VI. zelebrierte, den sie auch am 8.Dezember an der Colonna dell’ Immacolata erlebt hatte auf der Piazza Mignanelli, nahe der Spanischen Treppe und dem von Berninis Vater geschaffenen Schiffbrunnen, so dass sie später und weit von Rom am 6.August 1978 in ihrem Tagebuch seinen Tod festhielt,

heute Abend, hatte sie geschrieben, um 20:40 Uhr starb in Castelgandolfo Papst Paul VI., möge er nun Frieden haben. Dankbar sei sie, hatte sie notiert, dass sie ihm noch begegnen konnte, nicht nur durchs Fernsehen, dass sie ein paar Blicke in sein Gesicht habe machen können und daher alles, was man über ihn lese und höre, nun in Verbindung damit beurteilen könne,

und überhaupt hatte sie all die römischen Freuden aufgesaugt, sie hatte kaum ihren Augen getraut, als sie eines Mittags auf der weitläufigen Dachterrasse des dem Diakonissenheim gegenüberliegenden Collegio ein köstliches Bild wahrnahm: Priesteranwärter übten in langen schwarzen Kutten Rollbrettfahren, stützten einander und hielten hoch über Rom ungeschickt die Balance, …

(Fortsetzung folgt)

(Herbert Alexander Stützer: Römische Kunstgeschichte. Herder-V. Freiburg-Basel-Wien 1973)

(Marie Luise Kaschnitz: Engelsbrücke. Römische Betrachtungen. Dtv München, 2.Aufl.1976)

(die kursiv gesetzten Wendungen im Text finden sich auch – an unterschiedlichen Stellen und ggf. in grammatikalisch gering anderer Form – in Friedrich Christian Delius „Bildnis der Mutter als junge Frau“, Rowohlt TB-Verlag, 3.Aufl.2010)

(Foto 4.Aug.2024)

Aschermittwoch – Beginn der Passionszeit

In der hiesigen Regio Trirhena ist mit dem Aschermittwoch die Fasnachtszeit noch nicht vorbei. Immer am Sonntag nach Aschermittwoch folgt die Weiler Buurefasnacht mit großem Umzug, vielen Hästrägern (Häs – aus dem alt- und mittelhochdeutschen für Kleid, Kleidung, Gewand – bezeichnet das Narrenkostüm der schwäbisch-alemannischen Fasnet) und Zuschauern. Sozusagen nahtlos schließen sich die drei scheenschte Dääg der Basler Fasnacht an, der Morgestraich erhellt um 4 Uhr am Montag nach Aschermittwoch die Basler Innenstadt mit den Lichtern der handbemalten Laternen und tausende Kostümierte umspielen mit dem typischen Pfeifen und Trommeln das Sujet ihrer Clique. Das tun sie immer aufs Neue bis zum Ändstraich am Donnerstagfrüh um 4 Uhr.  Eine regelrecht nahe Person ist die Frau Fasnacht den Baslern und Baslerinnen und sie sind mit ihr zu kreativen Höchstleistungen unterwegs. Wegen ihrer Besonderheiten wurde die Basler Fasnacht (die größte der Schweiz) 2017 ins immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. (siehe auch Blogeintrag vom 5.März 2025)

Einen Aschermittwoch kennt das Herrnhuter Losungsbüchlein nicht, aber der heutige Tag ist gesondert gekennzeichnet mit „Beginn der Passionszeit“. Eine Woche vor Ende der Passionszeit, am Palmsonntag (6.Sonntag der Passionszeit) wird der Motettenchor Lörrach beim ersten seiner beiden Jubiläumskonzerte zum 100-jährigen Bestehen des Chores die Johannespassion von Johann Sebastian Bach zu Gehör bringen, ein Werk, das zu den am meisten aufgeführten in der Geschichte des Chores gehört und eines, das „unglaublich narrativ, erzählend“ ist, wie der Dirigent Joss Reinicke in einem Zeitungsartikel äußert, eine szenische Komposition dergestalt, „dass man sich als Chor zeigen kann, sehr plastisch im Musizieren, in der Direktheit“.  „Klangvielfalt durch neue Wege“ ist der Artikel der Badischen Zeitung vom 14.Februar überschrieben und Joss Reinicke charakterisiert den Chor und seine Ausrichtung darin so: „Der Motettenchor ist ein Klangkörper, der große Werke der klassischen Musik auf hohem Niveau dem Publikum zu Gehör bringt. Es ist unser Anspruch, eine Musikkultur, die reichhaltig ist, weiterzutragen und lebendig zu halten. Wir stehen für lebendiges Musizieren und Unmittelbarkeit.“  Zu Lebendigkeit, Flexibilität und Wachheit tragen neues Repertoire, neue Konzertorte, neue Formate, Zusammenarbeiten und Inszenierungen bei, für das zweite Jubiläumskonzert am 18.Oktober im Burghof Lörrach ist u.a. die Uraufführung eines Auftragswerks vorgesehen, das die Komponistin Elisabeth Fußeder (geb.2000) aus Freiburg schreibt, es greift Mendelssohns Vertonung der Goethe-Ballade ‚Die erste Walpurgisnacht‘ auf und trägt sie in die Gegenwart.

Home | Elisabeth Fußeder – Komponistin https://share.google/5gcKJxyrwhZD0WzRI

Römische Freuden 8

…, einstweilen aber und bevor sie zum Rom-Abschied die Silhouette des Petersdomes aus grünem Karton geschnitten und umgeben von wenigen mattblauen Worten erhielt, fühlte sie sich bei den Orgelkonzerten geborgen wie in einem Pantheon der Töne, unter einer Himmelsleiter aus lauter himmlischen Tonleitern, unter einer Kuppel aus Harmonien,

und sang mit Freude im Kirchenchor der deutschen evangelischen Kirche, wo sie aus den Augen des im goldenen Mosaikhimmel thronenden Christus, aus dem bärtigen Gesicht unter dem Heiligenschein die leise Ermahnung las, nicht zu viel herbeizuwünschen und herumzuphantasieren, und sie ging nicht nur mit den anderen Haustöchtern nachmittags Lungotevere spazieren oder abends flanieren auf der Piazza Navona,

sondern eroberte sich ihr Rom vor allem allein und zu Fuß, und ging über die Via Cola di Rienzo zu den Vatikanischen Museen, bevor sie auf der Dachterrasse des Diakonissenheims zwischen der Peterskuppel und der Kuppel einer nahen Kirche das Sonnenrot untergehen sah hinter den schwarzgezeichneten Bäumen des vatikanischen Hügels und den Ausruf notierte „wie liebe ich diese Stadt“,

zuvor hatte sie am Freitag, dem 11.November in den Vatikanischen Museen den kleinen Rundgang genommen und zügig die gewölbten, langgestreckten Räume durchquert, Räume, angehäuft mit Decken- und Wandgemälden, Stuck, Wandteppichen, Skulpturen, Schränken, Vasen und Amphoren, denn sie wollte ihr Ziel, die Cappella Sistina rasch erreichen,

und man konnte ja keinesfalls alles auf einmal sehen, das war schlichtweg unmöglich bei der Mannigfaltigkeit an kostbaren Dingen, die zu sehen sie lohnenswert fand, und sie hatte sich vorgenommen, oft herzukommen und bei jedem Mal einen anderen Schwerpunkt zu setzen, und der für den 11.November war eben die Cappella Sistina,

endlich, endlich, hatte sie geschrieben, darf ich die berühmten und oft auf Abbildungen gesehenen Gemälde des Michelangelo betrachten und erfühlen, die Schöpfungsgeschichte an der Decke und das Jüngste Gericht über dem Altar, in ihren wirklichen Farben und Ausmaßen, in ihrer ganzen Natur, im Raum, in dem Michelangelo Buonarroti sie erschaffen hat,

sie hatte nicht wissen können, dass die Farben von der Patina der Jahrhunderte gedämpft waren und wenige Jahre später die ganze Welt über die Kraft ihres originären Leuchtens staunen würde, sondern hatte im ersten Eindruck das dunkle Licht als wohltuend empfunden, das von den zarten Farben der Gemälde ausgegangen war,

und auch so schon gefunden, dass Michelangelos Figuren sich lebhafter, bewegter und ausdrucksstarker dartaten als die an den Wänden, gefertigt von anderen Malern desselben Zeitalters, Pinturicchio, Perugino, Signorelli, della Gatta, Rosselli, Botticelli und Ghirlandaio, die Figuren zeigten sich ihr lebensecht,

und sie hatte gespürt, mit welcher Vehemenz der junge und der alte Michelangelo seine Auffassung zum Ausdruck gebracht hatte und geschrieben, wie glücklich sie sei, in der Nähe seines Schaffens sein zu können, alle Abbildungen könnten kaum einen Bruchteil der Wirklichkeit wiedergeben, sondern lediglich nach dem unmittelbaren Erleben helfen, in der Erinnerung die Atmosphäre erneut erstehen zu lassen,

und vom Ausgang aus hatte sich ihr schließlich noch ein Blick aufgetan in die zauberhaften Gärten des Vatikans, wo sich hinter Stufen von Grünfärbungen die Vollkommenheit der Peterskuppel abhob vom römischen Blau des Himmels,…

(Fortsetzung folgt)

(die kursiv gesetzten Wendungen im Text finden sich auch – an unterschiedlichen Stellen und ggf. in grammatikalisch gering anderer Form – in Friedrich Christian Delius „Bildnis der Mutter als junge Frau“, Rowohlt TB-Verlag, 3.Aufl.2010)

(Fotos: Ausschnitte der Postkarte, die eine Freundin Ende Oktober 1977 mitgab nach Rom)

Sonntag vor der Passionszeit – Estomihi

Der Name des Sonntags leitet sich ab vom dritten Vers des 31.Psalms:

Sei mir (ein starker) Fels!

Heute gebe ich einmal den sogenannten Dritten Text der Tageslosung des Herrnhuter Losungsbüchleins wieder, Ilse Weisgerber hat ihn geschrieben:

Mit ausgeruhten Augen sind wir wieder fähig, genau hinzuschauen und zu sehen, wie Menschen leben. Mit ausgeruhten Ohren fällt es uns wieder leichter, aufmerksam zu sein und zu hören, was jemand sagen möchte. Mit ausgeruhtem Mund finden wir wieder das treffende Wort. Gott, unsere Zuversicht, hilf uns, einander zu tragen, mutig zu sein, uns ins Unbekannte zu wagen. Lass deinen Geist in uns fließen.