Gemäß Herrnhuter Losungsbüchlein lautet der Wochenspruch für die beginnende siebte Kalenderwoche Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht wie in der Erbitterung. Er steht im dritten Kapitel des Hebräerbriefes (Vers 15), ist ein Zitat aus dem 95.Psalm und findet sich auch bereits in Vers 7 von Hebr.3.
Der ausgeloste Tagesvers steht in Psalm 126 (Vers 3), ich zitiere den gesamten Psalm nach der Elberfelder Übersetzung:
Als der HERR die Gefangenen Zions zurückführte, waren wir wie Träumende. Da wurde unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter den Nationen: der HERR hat Großes an ihnen getan! Der HERR hat Großes an uns getan. Wir waren fröhlich! Bringe zurück, HERR, unsere Gefangenen gleich den Bächen im Südland. Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. Er geht weinend hin und trägt den Samen zum Säen. Er kommt heim mit Jubel und trägt seine Garben.
lautet die Überschrift eines Kapitels von „Italien, eine Liebeserklärung in Bildern und Gedichten“, ein anderes Kapitel heißt „Alle Wege führen nach Rom“. Mit den Kapiteln reist man im Reclam-Band vom Norden Italiens immer weiter Richtung Süden und kommt dabei auch in Rom vorbei, begleitet wird man von vielen Dichtern und Dichterinnen, Hugo von Hoffmannsthal, Johann Wolfgang Goethe, Rainer Maria Rilke, Nora Gomringer, Nora Bossong, Ulla Hahn, Conrad Ferdinand Meyer, Ingeborg Bachmann, Marie Luise Kaschnitz, Jan Wagner u.a. Die den Gedichten zugeordneten Gemälde bieten Visualisierungen zu den Textinhalten. Ich hatte das schön gestaltete Buch einmal in einer Buchhandlung in der Hand, mir aber versagt, es zu kaufen. Umso größer die Überraschung und Freude, als C.E.F. es mir im Dezember schickte. „Römische Spuren. Goethe und sein Italien“ von Roberto Zapperi hingegen habe ich mir selbst geschenkt. Eine kräftige Prise Vorfrühling lockte heute zur Lektüre hinaus auf die Terrasse und versprach Italien-Geschmack. Das Versprechen wurde gehalten.
(NB.: ich hätte mir gestern im San Siro eine andere Sängerin oder einen anderen Sänger für „Volare – Nel blu dipinto di blu“ gewünscht. Domenico Modugno gewann mit dem Lied in meinem Geburtsjahr den Wettbewerb des Sanremo-Festivals. In meiner Kindheit war mir wegen Vorlieben alter Verwandter vor allem Peter Alexanders eigentümliche Cover-Version „Bambina“ zu Ohren gekommen)
(Italien. Eine Liebeserklärung in Bildern und Gedichten. Hrsg. von Hannes Fricke. Nachwort von Stefan Ulrich. Philipp Reclam jun. Verlag GmbH 2025)
(Roberto Zapperi: Römische Spuren. Goethe und sein Italien. C.H.Beck, München 2007)
… sie hatte den Weg zu der anderen deutschen Insel, zur Kirche in der Via Sicilia aber auch oft zu Fuß zurückgelegt, war vom Diakonissenheimnach links Richtung Tiberbrücke abgebogen, hatte die kleine Parkanlage vor der Brücke passiert, und war geradeaus zur Brücke und auf den durchs Geäst der ufersäumenden Platanen sichtbaren Obelisken der Piazza del Popolo zugelaufen,
hatte aber jedes Mal auf der Brücke mit Namen Ponte Margherita innegehalten und flussabwärts bis zur nächsten Biegung und zur nächsten Brücke, hinter der dann bald die Engelsbrücke auftauchen würde, geschaut, sie hatte diesen Blick geliebt, dengrüngrauen, grüngelben Fluss mit einer Reihe von Hausbooten der Freizeit- und Ruderclubs, unbelebt und geschlossen in diesen Wintertagen, zwischen den hellen,hohen Ufermauern,
bevor sie, als sei das selbstverständlich, weiterging, auf die Piazza del Popolo zu, wo sie von der Ziegelsteinmauer und von der Rückseite des hoch über die Mauer ragenden Denkmals für irgendwelche Meeresgötter empfangen wurde, einer mächtigen Mannsfigur flankiert von zwei Halbmenschhalbfischgestalten und sich dann entscheiden musste, ob sie am linken oder rechten Paar der Fische im Kopfstand vorbeilaufen würde,
dicke, zufrieden grinsende, flossengeschmückte Köpfe, Leiber und Schwanzflossen nach oben gereckt umeinander geschlungen und geflochten, die Schwanzflossen ohne Berührung miteinander spielend in der Höhe, und Jahrzehnte später würde sie den nämlichen Weg wieder wählen und Friedrich Christian Delius‘ Text Bildnis der Mutter als junge Frau illustrieren, ohne ihn zu kennen,
den Weg aber kannte sie noch gut und ging wieder an den auf die Platzmauer gelagerten Sphingen vorbei auf die Pinciotreppen zu, wie sie es als junge Frau gemacht hatte, als sie nicht nur beim Gang zur evangelisch-lutherischen Kirche auf den Pincio, wo der Himmel nah war, gestiegen war, sondern oft auch zum Flanieren im weitläufigen Park der Villa Borghese,
über den sie am 15.November geschrieben hatte, dass der schöne alte Park den Pincio, einen Hügel Roms, einschlösse, so dass man über den Häusern stünde, und sie hatte die angelegten Gärten, die Brunnen und die Wege mit Statuen und Denkmälern bestaunt und vor allem auch den Wechsel all dessen mit den naturbelassenen Wiesen und den mächtigen, alten Pinien geliebt,
und auf einem Teich, in dessen seichtem, von leichten Wellen bewegtem Wasser Enten schwammen, hatte sie, eingebettet zwischen Laub von Herbstbäumen, die Säulen eines kleinen Aeskulaptempels aufragen sehen, und später den Jungs zugeschaut, die in einem alten Stadion Fußball spielten und das Bild schön gefunden, das edle Pferde vor einem Stück alter Stadtmauer auf dem Reitplatz boten,
sich aber an den Karussells einiger weniger Schausteller gestört, obwohl sie den Kindern die Freude gegönnt hatte, und da sie sich bereits in Rom beheimatet fühlte, hatte sie sich über Rilke gewundert, der am Rand der Parkanlage in der Villa Strohl-Fern während eines längeren Romaufenthaltes hatte leben dürfen und unglücklich gewesen war,
hatte er doch die Stadt so ganz anders als sie empfunden, sie schien ihm laut, grell, aufdringlich und unnatürlich, sie aber hatte den zauberhaften Augenblick vor dem Abstieg vom Hügel genossen, als sie auf die alte Mauerbrüstung gelehnt zwischen schon abendlich dunklen Bäumen hindurch die Sonne als roten Feuerball hatte untergehen sehen,
einen Feuerball, der aber nicht mehr die Kraft gehabt hatte, Stadt und Himmel zu entzünden, so dass alle Farben ergeben waren in ein eigenartiges Grau, in dessen dunkler werdenden Ferne sich die Kuppel des Petersdomes nur noch als Silhouette konturierte, und bevor sie am Abend wieder in der Via Sicilia im Kirchenchor gesungen hatte,
war sie auf dem Rückweg vom Pincio, ihrem Heimweg, wie sie geschrieben hatte, sofort geborgen gewesen im warmen Widerschein der Kerzen, im Gold des Altarbildes und der friedvollen Stille im Raumdunkel der Kirche Santa Maria del Popolo, ohne zuvor gewusst zu haben, dass Martin Luthervor dem Altar die Messe gelesen und gepredigt hatte, als er als junger Mönch in Rom war,…
(Fortsetzung folgt)
(kleiner Flyer der ev.-luth. Christus-Kirchengemeinde Rom aus 1977; übrige Fotos August 2024)
(die kursiv gesetzten Wendungen im Text finden sich auch – an unterschiedlichen Stellen und ggf. in grammatikalisch gering anderer Form – in Friedrich Christian Delius „Bildnis der Mutter als junge Frau“, Rowohlt TB-Verlag, 3.Aufl.2010)
(Foto: Blick in den Himmel am 3.Februar um 17:20 Uhr)
Auch Katrin Eckert, die Intendantin des Basler Literaturhauses, nimmt am 3.Februar um 19 Uhr die nun schon länger hell bleibenden Tage als Aufhänger ihrer Begrüßung zum Abend mit der 1946 in Slowenien geborenen Schweizer Autorin Ilma Rakusa, die in ihrem 2025 erschienenen Wo bleibt das Licht „lesend und schreibend und lebend Anteil genommen“ hätte am Geschehen der Jahre 2022 bis 2024.
Martin Zingg, der Basler Autor und Literaturvermittler, würdigt das literarische Schaffen der überwiegend als Lyrikerin, Essayistin und Übersetzerin tätigen Rakusa, die nie einen Roman in Angriff genommen, aber doch immer auch Prosatexte geschrieben hätte. Zum Beispiel einen wunderbaren Essay über Langsamkeit. Auch verfüge Rakusa über viele Register im lyrischen Bereich, Listentexte, ABC-Darien, Haiku. Sie mag Ordnung in ihren Büchern, sagt Ilma Rakusa, es sei ja immer die Frage „wie ordne ich den Stoff“, und ihr entsprächen eher die kurzen Formen, in der Zeitschrift Manuskripte erschien ihr Ukraine-Zyklus in Form von Tanka, ein früherer Gedichtband beinhaltet neunzig 9-Zeiler. Dennoch sei es immer ein Austarieren von Ordnen und Sortieren mit dem hinzukommenden Moment des Zufalls. Für ihr Schreiben allgemein gelte, dass Themen oder Motive immer eine Dringlichkeit haben müssten (ich erinnere mich, dass Annette Pehnt das Gleiche sagte), ohne eine Dringlichkeit ginge es nicht, denn das Schreiben bedeute auch viel Arbeit. Sie schreibe langsam, Schritt für Schritt, überarbeite nur wenig, kürze allenfalls ein bisschen. Wie bei der Musik müsste ein Buch in wechselnden Stücken komponiert sein, es benötige dramaturgische Wechsel, nicht beispielsweise lauter langsame Sätze hintereinander, schließlich wolle sie sich selbst nicht langweilen beim Schreiben und ihre LeserInnen nicht beim Lesen. So enthalte auch Wo bleibt das Licht, die Tagebuchprosa der Jahre 2022 bis 2024, wechselnde kurze Textformen inclusive Haiku, Skizzen von Erzählungen, Wiedergabe von Träumen, Erlebnisse mit dem Enkel, eine missratene Schöpfungsgeschichte (die zu hören ein Genuss war, ebenso wie anderes aus dem Werk). Ihre Bücher hätten nie nur das Thema zum Thema, sondern immer auch die Sprache. Wenn der Rhythmus eines Satzes nicht stimme, korrigiere sie den Satz so lange, bis er sprachlich stimmig sei, ohne die Aussage des Inhalts zu verfälschen. Dabei fänden aber durchaus auch fiktive Elemente Eingang. Sie traue der Literatur sehr viel zu, auch wenn sie keine Kriege verhindern oder beenden könne, so könne sie doch Wahrnehmung sensibilisieren, sortieren, differenzieren und vieles mehr. Martin Zingg bemerkt bezüglich des „Spielens“ mit den Formen, dass das Spielerische ja auch ein Tragegerüst sein könne für schwierige Inhalte. Dem pflichtet Rakusa bei, nicht umsonst habe sie auch Erlebnisse mit dem vierjährigen Enkel ins Buch aufgenommen – von den Kindern sei viel zu lernen, das Staunen, das So-tun-als-ob – und bewusst das Ende des Buches mit einem Anfang verwoben. Sie liebe Tagebuchprosa wegen der Lebendigkeit, was sie mit einem Zitat der von ihr übersetzten russischen Lyrikerin Marina Zwetajewa (1892-1941) bekräftigt: „Ich liebe meine Notizbücher, denn da ist das meiste Leben drin.“ Das Schreiben von Wo bleibt das Licht (bewusst der Titel ohne Fragezeichen) und das des vorherigen Bandes Kein Tag ohne (eine lyrische Chronik der Jahre 2020 bis 2022) hätten ihr selbst auch Halt gegeben in dieser Zeit des Umbruchs und der Transformation, getreu dem lateinischen (oft aufgegriffenen Sprichwort) „nulla dies sine linea“.
Keines von Ilma Rakusas Büchern habe ich bisher gelesen, bin einem Band aber einmal im Kunstmuseum Basel begegnet, mit Wo bleibt das Licht werde ich bald die Lektüre dieser Stimme beginnen, der Abend, den sowohl Rakusa wie Zingg trotz beider Erkältungen wunderbar bestritten, hat großen Appetit darauf gemacht.
(Und auf der Tramrückfahrt wirbt nicht nur das diesjährige Basler Fasnachts-Sujet mit „Blyyb verschpiilt“, sondern am Claraplatz steigt auch eine frohe junge Frau mit blondem Pferdeschwanz ein, über der Schulter eine helle Baumwolltasche, in Rosé greifen Buchstaben darauf einen Chansontitel auf: La vie en rose)
(Römische Freuden 1 bis 4 siehe Blogeinträge vom 20., 21., 27. und 30. Januar 2026)
…und auf ihrem Gang zur Vierung hatte sie den bronzenen Petrus passiert, der ihr über alle hinwegzublicken schien, so als sähe er etwas ganz anderes, und sie sah seinen rechten, vorgestellten Fuß blank- und gerundet gewetzt durch Berührungen der Gläubigen, bevor der Blick sie hinauftrug in Michelangelos meisterliche Peterskuppel,
die 551 Stufen würde sie später einmal hinaufsteigen und im schmalen Gang das Innere der Kuppel umrunden, mit schwindelndem Blick hinab in die Basilica den goldenen Mosaiken nahe kommen, den biblischen Figuren und zwei Meter hohen Buchstaben, die Jesu‘ im Matthäusevangelium fixierte Worte auf den Kuppelfries gravieren: Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam et tibi dabo claves regni caelorum,
am 8.November aber, einem Dienstag, hatte sie die Treppe hinunter in die Krypta genommen und einen steinernen Papst beneidet, der gleichwohl lebendig und dem erlaubt schien, für immer in vollkommener Ruhe an jener Stelle knieen zu dürfen, an der Zeiten und Tode nicht galten und Jesu Jünger und Zeitgenosse ihr nah war, so dass sie lange verharrt hatte,
bevor sie wieder oben in der ersten Kapelle des rechten Seitenschiffs angesichts der unerhörten Schönheit von Michelangelos Pietà fast zu weinen begonnen und später geschrieben hatte, wie tief sich das reine Bild dieses Kunstwerks einprägen würde, weil man die Liebe sähe, mit der der erst 24-Jährige seine Gedanken und Hände an den weißen Stein gelegt hatte,
und sie hatte sich von ihrer Andacht noch nicht lösen können und ganz vorne in der Tribuna einer Messfeier beigewohnt und den ersten Besuch von St.Peter mit dem Wissen beschlossen, dass sie oft wiederkommen würde, hatte sie doch erst einen Bruchteil gesehen, am Abend aber hatte sie mit den Diakonissen die evangelisch-lutherische Christusgemeinde in der Via Sicilia aufgesucht und begonnen, im Kirchenchor mitzusingen,…
(Fortsetzung folgt)
(Foto aus: Vatikan-Führer. 1973 by Monumenti, Musei e Gallerie Pontificie, gedruckt 1976 in der Zincografica Fiorentina, Firenze. Erworben 1977)
Eine vierzigtägige Karenz- oder Absonderungszeit, die ihre Ursprünge u.a. in der mosaischen Gesetzgebung (Levitikus) hat, liegt dem heute für auch wesentlich kürzere Zeiträume gültigen Begriff zugrunde. Eine solche Quarantänezeit wurde beispielsweise im 14.Jahrhundert in Ragusa, in Venedig, in Marseille und Dubrovnik verhängt, um die Städte vor Pestepidemien zu schützen (Schiffe, Besatzung, Waren, Kaufleute wurden zunächst für 30 bis 40 Tage isoliert). Der spanisch-lateinamerikanische Raum kennt La cuarentena als 40-tägige Erholungsphase der Mütter nach einer Geburt, in der gewisse Aktivitäten eingeschränkt sein sollen und die Mütter Unterstützung erhalten. So ist das traditionelle Ende der Weihnachtszeit auch mit dem heutigen Tag, vierzig Tage nach der Geburt Christi, erreicht (siehe auch Blogeintrag vom 2.Januar). Damit in Verbindung gebracht wird die ebenfalls den jüdischen Weisungen folgende sogenannte Darstellung des Jesuskindes im Tempel, bei der dessen irdische Eltern staunen, welche Worte der alte, erwartungsvolle Simeon und die sehr alte, geduldige Hannah über das Kind aussprechen, weil ihnen in diesem Augen- und Anblick tiefer Frieden zuteil wird (Lukas 2, 21-38).
Paul Revellio, der auch für seine „Glotzer“ bekannte Künstler aus meiner gymnasialen Klassenstufe, fertigte den Probedruck, auf dem die Rottöne dominieren und das hochgehaltene Baby den Betrachter eindringlich, wissend, sehr erwachsen anblickt .
Als Wochenspruch für die sechste Kalenderwoche des Jahres 2026 ist im Herrnhuter Losungsbüchlein Vers 2b aus Jesaja 60 angegeben. Ich zitiere noch ein paar Verse darumherum nach der Elberfelder Übersetzung 2006:
Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften, aber über dir strahlt der HERR auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum Lichtglanz deines Aufgangs. Erhebe ringsum deine Augen und sieh!
(Die 1946 geborene Schweizer Schriftstellerin, Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin Ilma Rakusa wird am Dienstag, 3.Februar im Literaturhaus Basel aus ihrem 2025 im Literaturverlag Droschl erschienenen Buch „Wo bleibt das Licht“ lesen (Tagebuchprosa, Gedichte, Dialoge, Monologe). Mal sehen, ob ich dorthin kann.)
Von Natascha Wodin (geb.1945) habe ich bisher leider erst die fünf Erzählungen des Bandes „Der Fluss und das Meer“ gelesen (im März/April 2024; Rowohlt-V., Hamburg 2024). Jetzt machte mich C.E.F. darauf aufmerksam, dass derzeit die von mir geschätzte Schauspielerin Martina Gedeck (ich mag, wie sie spielt, ich mag ihre Stimme) aus Wodins neuem Werk „Die späten Tage“ liest, und zwar auf NDR Kultur in der Sendung „Am Morgen vorgelesen“, zehn Folgen bis zum 6.Februar (jeweils knapp 30 Minuten). Schön, dass dies auch im Süden Deutschlands problemlos gehört werden kann, zu jeder beliebigen Zeit des Tages, über die NDR Kultur- App, womit ich bereits begonnen habe (für „Neueinsteiger“: Folge 1 ist nur noch zwei Tage abrufbar). Über Deutschlandfunk Kultur ist seit gestern Abend ein etwa 47-minütiger Beitrag zu „Die späten Tage“ abrufbar unter dem Titel „Ein schrecklich schönes Leben“.
(NB: welchen zweiten Vornamen die 64-jährige Martina Gedeck trägt, hat mir Wikipedia gerade erst verraten)