„Es hält der blaue Tag/ für eine Stunde auf der Höhe Rast…“, so beginnt ein weiteres Septembergedicht von Hermann Hesse, dessen Zeilen Septemberluft, Septemberduft, Weltgedanken und Septemberfarben sammeln und zusammenhalten „…dass schattenlos die Welt,/ in Blau und Gold gewiegt,/ in lauter Duft und reifem Frieden liegt. …“ Und dann fällt eine andere Zeile ein.
Auf Youtube existieren verschiedene Videos, in denen unterschiedliche Sprecher das Gedicht rezitieren, zum Beispiel 2018 ein Herr Olaf Pietsch, der es mit einem goldblauen Gemälde und mit einem Musikstück hinterlegt. Gedichte zu sprechen, ist nicht einfach, ich „höre“ sie meist anders, wenn ich sie lese.

Um Gedichte wird es recht bald auch gehen bei der Fortsetzung der Senter Lektüren, um Gedichte nämlich jenes Herrn von Goethe, der mir ständig über den Weg läuft (vielleicht, weil jemand mir einen Duden-Kalender Mit Goethe durch das Jahr 2026 – Goethe und das Klima geschenkt hatte? Oder vielleicht, weil man schon bei meiner Namensgebung diesen Herrn im Sinn hatte?) – Goethes Lyrik also in Sent bei Angelika Overath und Manfred Koch und vielleicht beim goldgelben Ton der Lärchen unterm Engadiner Blau.

