Das Herrnhuter Losungsbüchlein schlägt für den heutigen Sonntag als Bibellese den 21-versigen Psalm 145 vor, der Psalm ist ein Lobgesang von David. Ich zitiere nach der Elberfelder Übersetzung 2006 daraus die Verse 1-8,11,13-16,18-19:
Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen preisen immer und ewig. Täglich will ich dich preisen, deinen Namen will ich loben immer und ewig. Groß ist der HERR und sehr zu loben. Seine Größe ist unerforschlich. Eine Generation wird der andern rühmen deine Werke, deine Machttaten werden sie verkünden. Reden sollen sie von der herrlichen Pracht deiner Majestät, und deine Wunder will ich bedenken. Sie sollen sprechen von der Kraft deiner furchtbaren Taten, und deine Großtaten will ich erzählen. Das Lob deiner großen Güte werden sie hervorströmen lassen, deine Gerechtigkeit werden sie jubelnd preisen. Gnädig und barmherzig ist der HERR, langsam zum Zorn und groß an Gnade…Sie werden sprechen von der Herrlichkeit deines Reiches, sie werden reden von deiner Kraft…Dein Reich ist ein Reich aller Zeiten, deine Herrschaft dauert durch alle Generationen hindurch. Der HERR stützt alle Fallenden, er richtet auf alle Niedergebeugten. Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles Lebendige nach Wohlgefallen…Nahe ist der HERR allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen. Er erfüllt das Verlangen derer, die ihn fürchten. Ihr Schreien hört er, und er hilft ihnen.

Heute, am 16.August 2026 würde mein mütterlicher Großvater, der Methodistenpastor Gotthilf Heinrich Hölzer, 130 Jahre alt. 1980 ist er gestorben. Der Kopf des Propheten Joel in der Sixtinischen Kapelle hat mich immer an den Kopf meines Großvaters erinnert. Ein schwarzweißes Abbild des Joel befindet sich auf dem Umschlag des schmalen Büchleins Zwölf heilige Menschen Gottes, das mein damals 17-jähriger Vater Günter Sick 1947 offenbar als ersten Preis eines „Erzähler-Wettbewerbs“ bei einem (methodistischen) Jugendtreffen im saarländischen Elversberg als ersten Preis erhalten hat.
