Fundstücke

Dem groß gewordenen Jemand entgeht nichts. Seine Augen und Ohren entdecken alles. Nonna, schenke ich Dir – ruft er inmitten von Gartenarbeiten und überreicht der nonna ein filigranes Gebilde- das leere Haus einer Weinbergschnecke. Nonna und groß gewordener Jemand sind entzückt vom kleinen Juwel, schau mal, schau mal, sagen sie sich gegenseitig und deuten auf Rillen und Windungen. Die Gabe erhält einen Ehrenplatz auf dem Küchenfensterbrett. Aber warum ist das Gehäuse weiß? Die nonna liest nach: ist die langlebige Weinbergschnecke eines natürlichen Todes gestorben oder von Fressfeinden vertilgt worden, blättert am leeren Schneckenhaus das farbige Periostracum, die schützende Schalenhaut ab, es bleibt die Kalkschicht.

Nicht mehr regennass

windet weiß sich zur Spitze

das Haus der Schnecke.