Vierter Sonntag der Passionszeit – Laetare

Der heutige Laetare-Sonntag ist benannt nach dem Anfangswort des Introitus „Laetare Ierusalem…“, die Worte finden sich in Jesaja 66, Verse 10 und 11:

Freut euch mit Jerusalem und jubelt über sie, alle, die ihr sie liebt! Jauchzt mit ihr in Freude, alle, die ihr über sie getrauert habt! Damit ihr saugt und euch sättigt an der Brust ihrer Tröstungen, damit ihr schlürft und euch labt an der Fülle ihrer Herrlichkeit.

Da mit dem Sonntag Laetare die Hälfte der Fastenzeit überschritten ist, hat er einen tröstlichen, fröhlichen Charakter und so mischt sich schon ein wenig österliches Weiß ins Violett der Fastenzeit, so dass als liturgische Farbe Rosa resultiert.

Der im Herrnhuter Losungsbüchlein für die heutige Bibellese angegebene Psalm ist Psalm 84, es gelingt mir nie, ihn „still“ zu lesen, immer singt innerlich Brahms‘ Vertonung einzelner Verse (in seinem Deutschen Requiem) mit : Wie lieblich sind deine Wohnungen,…

Ich zitiere hier nun aber noch die Verse 4 bis 7 nach der Elberfelder Übersetzung:

Auch der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, wo sie ihre Jungen hingelegt hat – deine Altäre, HERR der Heerscharen, mein König und mein Gott! Glücklich sind, die in deinem Haus wohnen. Stets werden sie dich loben. Glücklich ist der Mensch, dessen Stärke in dir ist, in dessen Herz gebahnte Wege sind! Sie gehen durch das Tränental und machen es zu einem Quellort. Ja, mit Segnungen bedeckt es der Frühregen.

(Foto 1: Doshi Retreat auf dem Vitra Campus. Foto 2: Brunnen am Tüllinger Hügel)