
Bisher ist es mir nicht geglückt, noch einmal Einlass zu finden in die Yayoi Kusama-Ausstellung in der Fondation Beyeler, Riehen, bevor die Ausstellung weiter wandert ins Museum Ludwig, Köln (ab 14.März) und schließlich ins Stedelijk Museum, Amsterdam. Ich wollte doch „punktgenau“ Einzelheiten studieren wie zum Beispiel die eigenwilligen Selbstportraits der Künstlerin (siehe Blogeintrag vom 23.Oktober 2025). Der Ausstellungsbesuch ist derart begehrt, dass auch der Museums- Pass- Musée den Eintritt ohne gebuchtes Zeitkontingent nicht mehr garantiert, und die Kontingente sind bis zum Ende der Riehener Ausstellung am 25.Januar vollständig ausgebucht. Aber ich habe ja fotografiert und kann zumindest auf die schlichten Handy-Fotos zurückgreifen, um mich noch einmal zu vertiefen in Yayoi Kusamas Welt, die nicht nur aus Bildern, sondern auch aus Objekten, nicht nur aus Punkten, sondern auch aus Schriften und Vielem mehr besteht. Im Mitmachheft für Kinder werden die jüngeren Besucher aufgefordert, verschiedene Materialien der Kunstwerke zu entdecken, das Heft bietet dafür eine Suche im „Buchstabensalat“ an, „von links nach rechts und von oben nach unten“ würden sich die gesuchten Worte verstecken. Worte hat Yayoi Kusama auch in ihrer Reihe „Every Day I Pray for Love“ versteckt, beziehungsweise in kunterbunte Kreise zwischen wie Perlen aufgefädelte Punkt- und weitere repetitive Muster geschrieben. Seit 2021 hatte sie an dieser Reihe gearbeitet, in der Ausstellung zu sehen sind Werke aus dem Jahr 2023 (Acrylic and marker pen on canvas, Collection oft the artist, Ota Fine Arts). In der „Accumulation of Letters“ wiederholte die 1929 geborene Yayoi Kusama ihren eigenen Namen in einer Collage auf Papier. Da bin ich gespannt, ob ich doch zum guten Schluss noch den Ausstellungsbesuch wiederholen kann, bevor Kusama aus- und Cézanne einzieht!

