Quarantäne

Eine vierzigtägige Karenz- oder Absonderungszeit, die ihre Ursprünge u.a. in der mosaischen Gesetzgebung (Levitikus) hat, liegt dem heute für auch wesentlich kürzere Zeiträume gültigen Begriff zugrunde. Eine solche Quarantänezeit wurde beispielsweise im 14.Jahrhundert in Ragusa, in Venedig, in Marseille und Dubrovnik verhängt, um die Städte vor Pestepidemien zu schützen (Schiffe, Besatzung, Waren, Kaufleute wurden zunächst für 30 bis 40 Tage isoliert). Der spanisch-lateinamerikanische Raum kennt La cuarentena als 40-tägige Erholungsphase der Mütter nach einer Geburt, in der gewisse Aktivitäten eingeschränkt sein sollen und die Mütter Unterstützung erhalten. So ist das traditionelle Ende der Weihnachtszeit auch mit dem heutigen Tag, vierzig Tage nach der Geburt Christi, erreicht (siehe auch Blogeintrag vom 2.Januar). Damit in Verbindung gebracht wird die ebenfalls den jüdischen Weisungen folgende sogenannte Darstellung des Jesuskindes im Tempel, bei der dessen irdische Eltern staunen, welche Worte der alte, erwartungsvolle Simeon und die sehr alte, geduldige Hannah über das Kind aussprechen, weil ihnen in diesem Augen- und Anblick tiefer Frieden zuteil wird (Lukas 2, 21-38).

Paul Revellio, der auch für seine „Glotzer“ bekannte Künstler aus meiner gymnasialen Klassenstufe, fertigte den Probedruck, auf dem die Rottöne dominieren und das hochgehaltene Baby den Betrachter eindringlich, wissend, sehr erwachsen anblickt .

Paul Revellio – Kalender https://share.google/LNAJcBbgFCn6aUnOr