In der hiesigen Regio Trirhena ist mit dem Aschermittwoch die Fasnachtszeit noch nicht vorbei. Immer am Sonntag nach Aschermittwoch folgt die Weiler Buurefasnacht mit großem Umzug, vielen Hästrägern (Häs – aus dem alt- und mittelhochdeutschen für Kleid, Kleidung, Gewand – bezeichnet das Narrenkostüm der schwäbisch-alemannischen Fasnet) und Zuschauern. Sozusagen nahtlos schließen sich die drei scheenschte Dääg der Basler Fasnacht an, der Morgestraich erhellt um 4 Uhr am Montag nach Aschermittwoch die Basler Innenstadt mit den Lichtern der handbemalten Laternen und tausende Kostümierte umspielen mit dem typischen Pfeifen und Trommeln das Sujet ihrer Clique. Das tun sie immer aufs Neue bis zum Ändstraich am Donnerstagfrüh um 4 Uhr. Eine regelrecht nahe Person ist die Frau Fasnacht den Baslern und Baslerinnen und sie sind mit ihr zu kreativen Höchstleistungen unterwegs. Wegen ihrer Besonderheiten wurde die Basler Fasnacht (die größte der Schweiz) 2017 ins immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. (siehe auch Blogeintrag vom 5.März 2025)
Einen Aschermittwoch kennt das Herrnhuter Losungsbüchlein nicht, aber der heutige Tag ist gesondert gekennzeichnet mit „Beginn der Passionszeit“. Eine Woche vor Ende der Passionszeit, am Palmsonntag (6.Sonntag der Passionszeit) wird der Motettenchor Lörrach beim ersten seiner beiden Jubiläumskonzerte zum 100-jährigen Bestehen des Chores die Johannespassion von Johann Sebastian Bach zu Gehör bringen, ein Werk, das zu den am meisten aufgeführten in der Geschichte des Chores gehört und eines, das „unglaublich narrativ, erzählend“ ist, wie der Dirigent Joss Reinicke in einem Zeitungsartikel äußert, eine szenische Komposition dergestalt, „dass man sich als Chor zeigen kann, sehr plastisch im Musizieren, in der Direktheit“. „Klangvielfalt durch neue Wege“ ist der Artikel der Badischen Zeitung vom 14.Februar überschrieben und Joss Reinicke charakterisiert den Chor und seine Ausrichtung darin so: „Der Motettenchor ist ein Klangkörper, der große Werke der klassischen Musik auf hohem Niveau dem Publikum zu Gehör bringt. Es ist unser Anspruch, eine Musikkultur, die reichhaltig ist, weiterzutragen und lebendig zu halten. Wir stehen für lebendiges Musizieren und Unmittelbarkeit.“ Zu Lebendigkeit, Flexibilität und Wachheit tragen neues Repertoire, neue Konzertorte, neue Formate, Zusammenarbeiten und Inszenierungen bei, für das zweite Jubiläumskonzert am 18.Oktober im Burghof Lörrach ist u.a. die Uraufführung eines Auftragswerks vorgesehen, das die Komponistin Elisabeth Fußeder (geb.2000) aus Freiburg schreibt, es greift Mendelssohns Vertonung der Goethe-Ballade ‚Die erste Walpurgisnacht‘ auf und trägt sie in die Gegenwart.
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