Dreizehnter Sonntag nach Trinitatis

Für den heutigen Sonntag wurde ein Vers aus dem ersten Buch der Könige ausgelost (1.Kön.19,7):

Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

Dazu wurde im Herrnhuter Losungsbüchlein der neutestamentliche Vers aus Apostelgeschichte 27 ausgesucht (Vers 34, Paulus spricht):

Ich ermahne euch, etwas zu essen; denn das dient eurer Rettung; es wird keinem von euch ein Haar vom Haupt fallen.

(Oder wie es in der Elberfelder Übersetzung heißt: Deshalb ermahne ich euch, Speise zu euch zu nehmen, denn dies gehört zu eurer Rettung; denn keinem von euch wird ein Haar des Hauptes verloren gehen. Der entsprechende Abschnitt der Apostelgeschichte ist überschrieben mit:  Sturm und Schiffbruch auf der Romreise.)

Der sogenannte Dritte Text der Losung ist heute ein Liedvers aus Lied Nr.228 im Evangelischen Gesangbuch. Das Lied greift 1.Könige 19,7 auf. In meiner schönen kleine Ausgabe des Gesangbuches mit Silberschnitt und drei Lesebändchen in den Farben gelb, grün und violett findet sich unter dem Lied 228 ein sehr bekannter und oft zitierter Text der Dichterin Hilde Domin (1909-2006):

Nicht müde werden/ sondern dem Wunder/ leise/ wie einem Vogel/ die Hand hinhalten.