Gen Süden

lautet die Überschrift eines Kapitels von „Italien, eine Liebeserklärung in Bildern und Gedichten“, ein anderes Kapitel heißt „Alle Wege führen nach Rom“. Mit den Kapiteln reist man im Reclam-Band vom Norden Italiens immer weiter Richtung Süden und kommt dabei auch in Rom vorbei, begleitet wird man von vielen Dichtern und Dichterinnen, Hugo von Hoffmannsthal, Johann Wolfgang Goethe, Rainer Maria Rilke, Nora Gomringer, Nora Bossong, Ulla Hahn, Conrad Ferdinand Meyer, Ingeborg Bachmann, Marie Luise Kaschnitz, Jan Wagner u.a. Die den Gedichten zugeordneten Gemälde bieten Visualisierungen zu den Textinhalten. Ich hatte das schön gestaltete Buch einmal in einer Buchhandlung in der Hand, mir aber versagt, es zu kaufen. Umso größer die Überraschung und Freude, als C.E.F. es mir im Dezember schickte.  „Römische Spuren. Goethe und sein Italien“ von Roberto Zapperi hingegen habe ich mir selbst geschenkt. Eine kräftige Prise Vorfrühling lockte heute zur Lektüre hinaus auf die Terrasse und versprach Italien-Geschmack. Das Versprechen wurde gehalten.

(NB.: ich hätte mir gestern im San Siro eine andere Sängerin oder einen anderen Sänger für „Volare – Nel blu dipinto di blu“ gewünscht. Domenico Modugno gewann mit dem Lied in meinem Geburtsjahr den Wettbewerb des Sanremo-Festivals. In meiner Kindheit war mir wegen Vorlieben alter Verwandter vor allem Peter Alexanders eigentümliche Cover-Version „Bambina“ zu Ohren gekommen)

(Italien. Eine Liebeserklärung in Bildern und Gedichten. Hrsg. von Hannes Fricke. Nachwort von Stefan Ulrich. Philipp Reclam jun. Verlag GmbH 2025)

(Roberto Zapperi: Römische Spuren. Goethe und sein Italien. C.H.Beck, München 2007)