I giorni della merla

nennt man die mit dem 29.Januar beginnenden drei letzten Tage des Januar in Italien, die Tage der Amsel, die nach altem Volksglauben die kältesten des Jahres sein sollen (bei Ausfall der Heizung pflichte ich gerade bei). Verschiedene Legenden ranken sich um die Amseltage, basierend auf dem Mythos von Demeter und ihrer Tochter Persephone (römisch Ceres und Proserpina), es geht um den Wechsel der Jahreszeiten.

Über die in lateinischer Sprache verfasste Handschrift des Livro de Horas (Stundenbuch) de la Condessa de Bertiandos, aus der mich eine der 2066 detailreichen Buchmalereien heute wieder auf dem Büroaufsteller empfing, habe ich bereits am 29.Januar 2025 geschrieben und nicht damit gerechnet, der fantastischen Szenerie nochmals am gleichen Ort zu begegnen. Immerhin überlasse ich nach und nach reichliche handschriftliche Exzerpte dem Schlund des Spezial-Büro-Mülleimers und vertraue auf den sich ankündigenden Wechsel der Lebensjahreszeiten.

Für die kommende Lebensjahreszeit wünsche ich mir neben dem Lesen das Schreiben als Kontinuum, ein Päckchen Nährstoffe dafür lag heute vor der Haustür. Dann weiß ich ja, was ich an den weiteren giorni della merla zu tun habe!