Tag 17 im Dezember

Weit ist es nicht und doch, es ist lange her, dass ich einmal oben auf dieser Passhöhe war, dem 427 Meter ü.M. gelegenen Hofener Buck. Am dritten Adventssonntag haben sich gerade die Nebel gehoben und eine Gloriole aus Himmelsblau umgibt den wetterumtobten Solitär der Hofener Kirche, gebildet aus rotem Sandstein der Umgebung. Bevor ich den Innenraum betrete und Lichtsensationen folge, die sich aus den Bändern der Schreiter-Fenster speisen, umrunde ich einmal den Bau, der in der Schwarzwaldweide fest verwurzelt ist und ihr doch zu entwachsen scheint. 350 Sitzplätze hat die Kirche und sie werden fast alle besetzt sein, als „der Engel helle Lieder“ ihre Reise durch Europa, durch Jahrhunderte und die unterschiedlichen Klang- und Stimmungsfarben beginnen. Dunkelheit bedeckt inzwischen die Landschaft und die roten Bänder sind erloschen, aber Singende und Hörende verbindet im der Musik wohl gesonnenen Raum unter der Holzdecke eine Weihnachtshoffnung und eine Weihnachtsfreude. „Mehr Weihnachten geht fast nicht als hier in Steinen-Hofen im Kirchlein zwischen Wiesen und Wald“ wird es denn auch heißen in der Konzertkritik der Badischen Zeitung.

Hm, mehr Weihnachten geht nicht? Und was ist das dann, wenn wir im Italienisch-Kurs zuerst andächtig vor Luciano Pavarottis Stimmwunder knien und dann selbst einstimmen ins wohl bekannteste italienische Weihnachtslied: Tu scendi dalle stelle…

Tu scendi dalle stelle – Wikipedia https://share.google/eawhnPIDAbT1KUggn

(Prof. Johannes Schreiter hat nur die bestellten drei der 1974 eingebauten Fenster in Rechnung gestellt, die übrigen zehn Fenster und vier Dreipässe an der Nordseite hat er zum Geschenk gemacht)

Johannes Schreiter – Wikipedia https://share.google/X3GjHr5hYeN8UbVXA